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Nachhaltiges produzieren, herstellen und der Verkauf von Produkten wie Kaffee, Tee, Kleidung oder auch Wohnaccessoires und Design für den alltäglichen Gebrauch sind mittlerweile viel mehr als eine Nische. Woran sich die Wenigsten trauen, ist der Bereich Elektronik.

Hier hat sich eine Deutsche namens Susanne Jordan herangewagt. Die erste und weltweit einzige faire Computermaus ist das Ergebnis dieser Herausforderung. Drei Jahre hat Susanne an diesem Projekt gearbeitet. Sie bewertete bei Ihrer alltäglichen Arbeit die Computerindustrie und stellte fest, dass es keine Fairtrade-Nische gibt.

Sie nahm die Mäuse richtig auseinander und isolierte 20 Komponenten und dabei wurde ihr klar – es ist gar nicht so schwer diese herzustellen. Jedoch stellte sich das Vorhaben der Entwicklung einer fairen Maus aus enorm schwer da, denn es ist unmöglich ein solch simples Gerät komplett unter menschenwürdigen Bedingungen zu produzieren. Diese Feststellung gilt ebenso für die Lieferkette. Jedoch entschloss sie sich trotzdem dazu die Maus zu entwickeln – zwar nicht 100 % fair, aber dafür die fairste Maus, die es auf dem Markt gibt 🙂

Es dauerte zwei Jahre, aber dann konnte Jordan einen Großteil der Lieferkette als fair bezeichnen. Die Produktion erfolgt ohne Ausbeutung, ohne Kinderarbeit, ohne erzwungene Überstunden, plus Gesundheitsschutz und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

29,90 Euro kostet die faire Maus. Zurzeit arbeitet sie an der nächsten Version, welche noch fairer werden soll. Sie will eine Entwicklung anstoßen, welche die Firmen zum Handeln bewegen sollen. Diese Einstellung finden wir super und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Hier könnt ihr die faire Maus bestellen und erhalten noch mehr Infos über das Projekt.

Fotos © nager-it.de

Fotos © nager-it.de

Die Prozesskette Fotos: © nager-it.de

Die Prozesskette
Fotos: © nager-it.de

Fotos © nager-it.de

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  1. Kasta Bort am 16. Juli 2013 um 11:56

    Soll ich jetzt meine drei Computermäuse wegwerfen, die sich über die letzten 25 Jahre bei mir von den drei Computern, die ich seitdem gekauft habe, angesammelt habe? Jeder neue Computer wird heute mit einer Maus zusammen ausgeliefert. Wenn es Susanne Jordan nicht gelingt, mit Lenovo, HP, Dell oder Apple ins Geschäft kommt, hat auch eine fair hergestellte Computermaus keinen Sinn. Denn auch in der Edelmetalle und Seltene Erden verbaut, die endliche Ressourcen sind. Und die müssen wir ja schonen… Es wäre viel sinnvoller, eine Reparaturwerstatt für defekte Computermäuse zu unterhalten. Dann muss man nicht noch mehr Gold, Nickel, Kupfer, Kobalt, Platin, Niob, Tantal aus der Erde holen. In reichen Goldminen muss man immer noch für manchmal nur 4 Gramm Gold eine ganze Tonne Gestein bewegen. Denn es geht ja nicht nur um faire Arbeitsbedingungen und um Energieeffizienz. Es geht auch um die Ausplünderung endlicher Ressourcen. Und die neue Computermaus von Susanne Jordan verbraucht diese Rohstoffe ebenfalls, die man wegen der geringen Konzentration in der Maus prinzipiell nicht recyceln kann. Wenn, dann richtig. Aber so ist die Maus ein nettes Gadget, dass das Gewissen von ein paar Leuten beruhigen kann, die ihre mitgleieferte Maus mitsamt den Ressourcen wegwerfen, um sagen zu können: „Ich arbeite mit einer fairen Maus.“ Die Arbeit der Arbeiter, die die nicht fair hergestellte Maus zusammensetzten, wird damit auch weggeworfen. Irgendwo ist das noch eine zusätzliche Erniedrigung. — Man muss schon die großen Zusammenhänge sehen, um fair, umwelt- und klimagerecht zu wirtschaften. Irgendwelche zusätzlichen Gadgets sind auch eine zusätzliche Belastung für die Erde.

  2. Jan am 16. Juli 2013 um 11:56

    Hallo die Damen und Herren,

    super Beitrag! Klasse geschrieben! Macht richtig Lust aufs Produkt!

    Viele Grüße,
    Jan

  3. Thorsten am 16. Juli 2013 um 11:56

    @ Kasta Bort: Nun, es geht natürlich nicht darum seine bisher benutzte Maus wegzuwerfen. Und natürlich stimmt es, das nur wenn da alle Hersteller mitmachen sich wirklich was bewegt.

    Das entscheidende ist doch: Da wurde zum ersten mal der Versuch unternommen, eine Alternative bereit zu stellen. Und wenn die von genug Konsumenten gekauft bzw. nachgefragt wird kommen die etablierten Hersteller ins grübeln.

    Wir halten solche Ideen und Ansätze für unterstützenswert, daher bloggen wir darüber. Und viele kleine Schritte geben auch einen großen…


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